Bohatsch & Skrepek

 

Mit allen musikalischen Wässerchen gewaschene Internationalisierer des Wienerliedes

Das Duo Bohatsch & Skrepek setzt sich zusammen aus Helmut Bohatsch, dem schrulligen Spurensicherer der Erfolgsserie SOKO-Donau und dem unverwechselbaren Kontragitarristen des legendären Kollegium Kalksburg Paul Skrepek.
Ihr Zusammenwirken erstreckt sich über unterschiedliche Genres von Theaterproduktionen über Kurzfilme bis zur Musik.
Das Duo hat bereits zwei CDs veröffentlicht.  ALLES LIEBE (2004) und ALLES IN BUTTER (2011) Die Titel klingen recht bejahend. Die einzelnen Nummern sind es auch, für diejenigen, die zwischen den Zeilen spazieren und freie Sicht haben wollen.


Die Texte - oft philosophisch, manchmal  melancholisch aber immer ehrlich, lebendig und kraftvoll,  entstammen zum großen Teil der Feder Helmut Bohatschs. Paul Skrepek spielt die Kontragitarre, die bei dem Duo den Ton angibt. Er komponiert und  arrangiert. Die Musik ist reduziert bis überbordend aber immer glasklar. Wienerlied, Jazz, Pop, Experimentelles – alles darf sein und kommt vor allem dann ins Spiel, wenn sich - wie auf der CD ALLES IN BUTTER – ein kleines Ensemble dazugesellt.


Die Auftritte der beiden Herren begeistern Publikum gleichermaßen wie Kritiker. Die Musik geht ins Ohr, die Persönlichkeiten von Bohatsch und Skrepek sind authentisch, gehen auf das Publikum zu und bleiben doch immer bei sich.
CD Produktionen: Alles Liebe 2004 | Alles in Butter 2011
Auftritte bis jetzt unter vielen anderen: Schramml Klang Litschau | Wien im Rosenstolz | Stadtsaal Wien
Künstlerhaus Salzburg | raj Klagenfurt | babü Wolkersdorf | Gasthof Schabhüttl, Rudersdorf

Helmut Bohatsch ist seit 1978 als Schauspieler und Musiker tätig. Er ist Mitbegründer der freien Theatergruppe Drama Wien wo er bis dato in allen Produktionen nicht nur als Schauspieler sonder auch als Co-Autor, Sounddesigner und Produzent tätig war. Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit (u.a. SOKO Donau, Jud Süß – Film ohne Gewissen)  arbeitet er auch als Sprecher in zahlreichen Produktionen. Als Musiker prägt er mit seiner Stimme das Duo Bohatsch & Skrepek, tritt aber auch in  anderen Produktionen nachhaltig in Erscheinung. So zum Beispiel in der Hauptrolle des Gaël Muchogusto in der gleichnamigen opera tragi-erotico des jungen Bassisten Lukas Kranzelbinder.

Paul Skrepek ist Musiker, im Speziellen Schlagzeuger, aber eben auch Kontragitarrist, zum Beispiel bei Kollegium Kalksburg oder Bohatsch & Skrepek. Zusätzlich ist er mit diversen anderen Ensembles im Bereich improvisierter Musik tätig. In diesem Rahmen gab er im In- und Ausland Konzerte u.a. beim Jazzfest Salzburg, Jazzfestival Saalfelden, Konstanzer Jazzherbst, Jazzfestival Wien, Nickelsdorfer Konfrontationen, Jazzfestival Sibiu, Jazz aux Oudayas (Rabat), V:NM Festival Graz, Vilnius Jazzfestival, the Knitting Factory (NYC), Unlimited (Wels) und bei Festivals der Wiener Musik (Wean hean, Wien im Rosenstolz, Akkordeonfestival, Schrammelklang).

Mucho Gusto

 

"La noche es bianco, pero mi corazón, está lleno de pasión"
Die Nacht ist weiß, aber mein Herz ist voller Leidenschaft

Die Oper
Eine munter drauf los rockende Band, ein grandioser Hauptdarsteller (Helmut Bohatsch)  und eine surrealistisch anmutende Geschichte, das sind die Zutaten aus denen Lukas Kranzlbinders wunderbare operá tragi-erótico gemixt ist. Uraufgeführt beim Carinthischen Sommer 2012 erhielt dieses Werk stehende Ovationen vom Publikum und frenetische Meldungen in den Medien.


Die Musik die ebenso wie das Libretto aus der Feder Kranzlbinders stammt ist gewollt eingängig komponiert  und erinnert an die  80er Jahre.  Die Oper ist eigentlich eine Surf-Trash-Jazz-Improvisation in der sich  alle erdenklichen Stilrichtungen vereinen: von Latin  über Jazz bis Hardrock und Klezmer. Die Bühne (in angenehm unaufgeregter Ausstattung) bebt, das Publikum rockt und inmitten leidet  Gael Muchogusto  unaufhaltsam einen langsamen Liebestod.

 

Der Liederabend

Unter dem Titel Muchogusto i los torros del diablo gibt es – basierend auf der Oper aber in kleinerer Besetzung und  ohne Bühnenausstattung -  einen Liederabend, der im weitesten Sinne auch als solcher verstanden werden kann.  Nur das hier wohl das Publikum geneigt ist, auf den Sesseln zu tanzen anstatt auf ihnen zu sitzen. Die Band, bestehend aus 4 Musikern rockt im Stile der Oper und  Gael Muchogusto , alias Helmut Bohatsch, singt und erzählt die Tragik seines Lebens.


Der erst 24 jährige Lukas Kranzlbinder Komponist und Schöpfer besagten Werkes wird schon jetzt  zu den vielversprechendsten Jazzmusikern Österreichs gezählt.

Martin Spengler und die foischn Wiener

 

die liebe da dod und die andan gfrasta

Das Schwere leicht zu nehmen und das Leichte schwer. Zu erkennen, dass die Situation hoffnungslos ist, aber nicht ernst, das ist der Blues und der ist wohl wirklich ein Wiener. Und dieser ist, wenn er ein „echter“ ist, ein „foischer“, nämlich aus Linz oder Ljubljana, Sarajevo oder Stinatz, Telfs oder Timbuktu.
Solche foischn Wiener sind auch die Lieder von Martin Spengler. Sie haben den Blues eines Franz Schubert und Townes Van Zandt, erzählen vom Erstaunen über das, was da vor und nach dem Tod alles passiert, bedienen sich bei Rilke und Tom Waits, der hier aber als Ottakringer Wirtshausmusikant auftritt. Man ahnt, dass eigentlich Robert Johnson als Leiermann der Winterreise gemeint ist.


Gesungen wird das in einem literarisch geschärften Österreichisch, der Sprache zum Schimpfen und schön Redn, Sudern und Sinnieren. eine Sprache, die dem heiligen Artmann ein Vierterl weiht, auf dass er sie beschütze vor den Untiefen der Platitüde und der Plattheit der Phrase. Einer Sprache, die das Erhabene vom Stockerl schupft und das Banale auf den Thron hebt.


Der Soul, „die Sö“, kommt dazu von den „foischn wienern“, den „zuagrastn“ und doch stadtbekannten Stadtmusikanten: Marie Theres Stickler an der Knopfharmonika, Manuela Diem an der Überstimme und Manuel Brunner am  Kontrabass.


Unterstützt werden sie  dabei unter anderem von Willi Resetarits, der das Lied „Schokoladnwind“ auch auf der letzten Stubnblues CD „Ois offn“ coverte.
Und so spannen die wunderbaren Wienerlieder des Martin Spengler einen Bogen vom „schwoazzen mea“ bis zum Ottakringer oder Hernalser „schokoladnwind“ und fangen dabei immer den Soul dieser Stadt ein.

Fotos Martin Spengler und die foischn Wiener

Credit: Peter Schneider