
Katrin Karall-Semler
Katrin Karall-Semler, music & promotion factory
Kuratorin I Kulturarbeiterin I Kulturpromotorin
"HORSES"
Alpkan
Albumpräsentation
18. April 2026, Stadttheater Grein
1 | Ludo
2 | Daunzn
3 | Kroch
4 | Schwoazfoahra
5 | Jodler
6 | Howan
7 I Horses
1 2 3 4 5 6 7
8 I Hosndeal
9 | Kaiser
10 | Moja
11 I Herr Stockinger
12 | Zechnkas
13 | Schuach (radio edit.)
14 |Stü
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Konzert-Termin
Albumpräsentation "Horses" 18. April 2026, 20.00 Uhr Kulturverein Grein, Stadttheater Grein
Pressekontakt:
Katrin Karall-Semler
music & promotion factory GesbR
mob | 0676-95 00 332,
katrin@karall-semler.at | www.karall-semler.at
ALPKAN sattelt auf –
Neues Album „Horses“ galoppiert zwischen Alpen, Balkan
und Wildem Westen
Mit ihrem zweiten Album „Horses“ (VÖ: April 2026) ziehen Alpkan erneut los, um musikalische Grenzpfähle einzureißen. Nach dem Debüt „Hoas is!“ bleibt zwar alles unverkennbar Alpkan – Bläserdruck, Dialekt, Schmäh und Virtuosität – doch der Radius der Einflüsse spannt sich weiter denn je und zwar vom Balkan bis in den Wilden Westen des Mühlviertels.
„Horses“ ist ein wilder Ritt durch 13 Stücke, die irgendwo zwischen alpiner Weltmusik, balkaneskem Groove, Polka, Jodler, Marsch und clubtauglicher Ekstase angesiedelt sind. Schon der Titeltrack „Horses“ macht klar: Verschnaufen und zurücklehnen gibt es kaum. Nach einem kurzen Innehalten und einem herzhaften Wiehern, schießen Bläser, Tuba und Schlagzeug los wie ein galoppierender Gaul durch Prärie, Westernfilm und Polka-Tradition – rasant, humorvoll und hemmungslos überdreht.
Dass Alpkan aber auch leise, schräg und überraschend sein können, zeigen Stücke wie „Jodler“: analog gespielt, aber mit der hypnotischen Wirkung elektronischer Musik. Ein alpkan’scher Ur-Jodler, der sich langsam aufbaut, kulminiert und schließlich melancholisch in nebelverhangene Berglandschaften zurückgleitet. „Ludo“ und „Moja“ schlagen gekonnt die Brücke Richtung kroatisches Liedgut. So gelingt es beispielsweise in „Moja“ auf ein monoton gehaltenes Fundament aus Schlagzeug, Tuba und Gitarre mit sonorer Stimme immer weiter aufzubauen, bis am Ende ein mehrstimmiger Männerchor ganz in der Tradition der kroatischen Klapa-Chöre erklingt.
Im Gegensatz dazu, wird bei „Kaiser“ und „Schwoazfoahra“ wienerisch gesudert, getrickst und augenzwinkernd erzählt – stets jedoch mit musikalischem Tiefgang unter der humorvollen Oberfläche.
Die erste Singleauskoppelung „Daunzn“ bringt das Programm des Tonträgers dann auf den Punkt: ein kompromissloses Tanzstück zwischen Bowie-Zitat (Let´s dance), Balkanbeat und Polka-Rausch – mit klarer Warnung vor den naturphysikalischen Grenzen jedes Tanzbodens („Bis da Taunzbodn krocht!“).
Der logische (und musikalische) Folgeschaden heißt dann bezeichnenderweise auch „Kroch“.
Mit „Hosndial“, einem schmerzhaft-komischen Lied über die Tücken funktionaler Kleidung, dem archaisch-hypnotischen „Herr Stockinger“ (DidgeriTuba inklusive) und der lautmalerischen Übersetzung des Bregović-Klassikers Maki Maki in „Zechnkas“ beweisen Alpkan einmal mehr ihr Gespür für Absurdes, Witz und musikalische Präzision.
Zum Abschluss wird es „Stü“: ein reduziertes, poetisches Instrumentalstück, das nach all dem Rausch einen melancholischen Ruhepunkt setzt – und den wilden Parforceritt dieses Albums ausklingen lässt.
Auch optisch bleibt man dem augenzwinkernden Konzept treu: Das Cover zeigt kein edles Ross, sondern ein echtes Horse – eine Sachs Express 125 aus dem Jahr 1955. Pferdestärken eben, ganz alpkanisch gedacht.
„Horses“ ist kein Album zum Nebenbeihören. Es fordert Aufmerksamkeit, belohnt Neugier und zeigt Alpkan auf dem bisherigen Höhepunkt ihrer Spielfreude: gesungen, gespielt, gerotzt, komponiert, gesudert, gejodelt – und vor allem getanzt.

